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NRW: Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände fusionieren
Die nordrhein-westfälische Wirtschaft bündelt ihre Kräfte: Die wirtschafts- und sozialpolitischen Verbände des Landes werden fusionieren und zukünftig mit einer Stimme sprechen. Wie der Präsident der Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände Nordrhein-Westfalen, Horst-Werner Maier-Hunke, auf dem Unternehmertag seiner Organisation in Düsseldorf mitteilte, werden die Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände und die Landesvertretung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI NRW) als Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen (unternehmer nrw) zum 1. Januar 2010 unter einem Dach vereinigt.
In dieser Fusion sieht Maier-Hunke eine verstärkte Interessenvertretung von Unternehmen und Wirtschaft: „Sie ist aber auch ein Signal an die Politik, die Gewerkschaften und die Öffentlichkeit“. Auch die neue Landesvereinigung werde ein verlässlicher Partner sein. „Wir setzen auf einen engen Dialog: Zum Wohl unserer Unternehmen, zum Wohl unserer Beschäftigten und zum Wohl Nordrhein-Westfalens“, betonte Maier-Hunke.
Als neue Mitglieder der Landesvereinigung nannte er folgende Verbände:
den Bundesverband Glasindustrie,
den Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung,
den Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft,
die Wirtschaftsvereinigung Stahl,
den Verband der chemischen Industrie Landesverband NRW,
den Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie,
den Zentralverband der Deutschen Elektroindustrie,
den Bundesverband der Deutschen Zementindustrie,
die Wirtschaftsvereinigung Metalle
den Wirtschaftsverband der rheinisch-westfälischen papiererzeugenden Industrie
und den Bundesverband der Deutschen Kalkindustrie.
Folgende Verbände, die sich in einem neuen Bereich Wirtschafts- und Umweltpolitik engagieren, sind bereits Mitglied der Landesvereinigung:
Der Verband der nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie, der Gesamtverband Steinkohle, der Bauindustrieverband Nordrhein-Westfalen, der Wirtschaftsverband der Baustoffindustrie Nordwest und der Wirtschaftsverband Baustoffe Naturstein.
Der Vorsitzende des Mittelstandsausschusses der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) und des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Arndt Kirchhoff, begrüßte die Fusion: „Der BDI braucht starke Landesvertretungen, vor allem in einem Industrieland wie Nordrhein-Westfalen“. Durch die föderative Ordnung Deutschlands würden die Bundesländer immer einen starken Einfluss auch auf die Bundespolitik nehmen können. „Dabei kommt Nordrhein-Westfalen eine ganz wesentliche Rolle zu“, sagte Kirchhoff.
Wirtschaft und Politik müssten Wachstumspartner sein, die das gemeinsame Ziel einer nachhaltigen Wachstumsentwicklung hätten. Diese Partnerschaft sollte generell nicht nur in Berlin gepflegt, sondern vor Ort auch in den Ländern gelebt werden. „Wenn sich die Wirtschaft hier im Lande einig ist, dann ist schon viel gewonnen für die Aufgabe, im Dialog mit der Politik um Verständnis für die Positionen der Wirtschaft zu werben“, stellte Kirchhoff fest.
Hans Jürgen Kerkhoff, der Präsident und Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftsvereinigung Stahl und des BDI NRW betonte die Vielfältigkeit der Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen. Deshalb sei es umso wichtiger, „dass sie ihre übergeordneten Interessen mit einer Stimme geltend macht“. Kerkhoff weiter: „unternehmer nrw wird diese Stimme kraftvoll gegenüber Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung zum Ausdruck bringen. Das gilt gerade in einer schwierigen Wirtschaftslage, der wir durch stärkeres und nachhaltigeres Wachstum begegnen müssen“.
Stand: 03.12.2009, 21:28 Uhr