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KPMG-Studie: Konflikte in Unternehmen verursachen hohe Kosten
Das Wirtschaftspüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG hat eine frei zugängliche Studie über die Kosten von Reibungsverlusten in Industrieunternehmen” veröffentlicht. Sie ist neben den Entscheidungsträgern in Unternehmen auch für Wirtschaftsmediatoren sehr informativ. Die Studie ermöglicht einen Überblick über die Höhe von Konfliktkosten in Industrieunternehmen sowie über den Informationsstand von Unternehmen bezüglich dieser Kosten.
Am teuersten sind laut Umfrage gescheiterte und verschleppte Projekte: Jeder zweite Befragte der über 100 Unternehmen gibt dafür ungeplant pro Jahr mindestens 50.000 Euro aus; jeder zehnte sogar über 500.000 Euro. Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass sich Konfliktkosten letztlich neun Konfliktkostenkategorien in drei Dimensionen – Person, Team und Organisation – zuordnen lassen. Welche Kosten in welcher Kategorie bereits jetzt messbar sind, zeigt die 74-seitige Studie anhand von insgesamt 18 Fragestellungen sehr detailreich, ausführlich kommentiert und mit vielen anschaulichen Graphiken.
Die entscheidende Frage für Unternehmen ist sicher, mit welchen Methoden die Konfliktkosten nachhaltig gesenkt werden können. Die Implementierung von betrieblichen Konfliktmanagementsystemen und die Anwendung von Wirtschaftsmediation können sehr gute Anwendungsmöglichkeiten sein, weiß der Düsseldorfer Konfliktmanager Bernd Lichtenauer: „Mediation im innerbetrieblichen Umfeld kann sich hier als präventives und deeskalierendes Konfliktbearbeitungsverfahren und auch Entscheidungsverfahren messbar zeigen.“
„Experten in Wirtschaftsmediation arbeiten unter ganz bestimmten Rahmenbedingungen, die sehr speziell für diese Fachleute zu geschnitten sind. So arbeiten sie zeitökonomisch in einem sehr engen und strikten Zeitgerüst, denn: Im Unternehmen kostet Zeit Geld“, betont Bernd Lichtenauer. Aus diesem Grunde müssen die Sitzung bestens vorbereitet werden - her stehen die Recherche und die vorbereitenden Gespräche mit allen Akteuren des Beziehungsgeflechts im Vordergrund. Erst dann beginnt die eigentliche Konfliktbearbeitung. Fazit: Da Konflikte auch Zeit und Geld kosten müssen Sie von den Entscheidern und Führungskräften schnell erkannt und behoben werden - entweder direkt intern oder mit einem externen Konfliktberater.
Infoblock: Der Berufsausbildungsausschuss der Unternehmerschaft Düsseldorf, dem größten freiwilligen Arbeitgebernetzwerk in der Landeshauptstadt, verschreibt sich dem Thema Wirtschaftsmediation. Am 23. Juni wird bereits zum zweiten Mal ein Vortrag rund um’s Thema „Konfliktmanagement in der Ausbildung“ angeboten. Für interessierte Ausbilder und Ausbildungsleiter aus Düsseldorfer Unternehmen sind Vortrag und anschließende Diskussion kostenlos. Informationen: www.unternehmerschaft.de.
Stand: 11.06.2009, 15:30 Uhr