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Pressemitteilung zu der Tarifforderung von ver.di für die Tarifrunde 2009 im nordrhein-westfälischen Groß- und Außenhandel

Arbeitgeberverband: „Mit dieser Forderung von bis zu 12,2 % weckt die Gewerkschaft Erwartungen, die in den Betrieben nicht erfüllt werden können“

Arbeitgeber-Tarifgemeinschaft NRW stellt Beginn der Tarifverhandlungen (geplant für Ende April) in Frage

Die Gewerkschaft ver.di hat gestern Abend ihre Forderungen zur diesjährigen Tarifrunde für die 260.000 Beschäftigten im NRW-Großhandel bekannt gegeben. Ver.di will acht Prozent, mindestens 175 Euro durchsetzen. Die Auszubildenden sollen ebenfalls acht Prozent mehr bekommen.

Dazu nimmt RA Michael Grütering, Geschäftsführer der Tarifgemeinschaft Großhandel-Außenhandel-Dienstleistungen NRW wie folgt Stellung:

Die Wirtschaftskrise hat die Unternehmen im nordrhein-westfälischen Groß- und Außenhandel voll erwischt – wohl mehr noch als die meisten anderen Branchen.

Die Ergebnisse der neuesten Konjunkturumfrage unseres Verbandes belegen dies. Die verschlechterte wirtschaftliche Situation hat sich auf die Ertragslage negativ ausgewirkt. Jedes zweite Unternehmen bezeichnet die aktuelle Ertragslage als schlecht - dreimal so viele wie im Vorjahr. Zwei von drei Firmen erwarten, dass sie noch schlechter wird; das ist ein Anstieg auf das Fünffache.

Wenn die Gewerkschaft meint, der Groß- und Außenhandel NRW könne die von ihr geforderte Lohnerhöhung von acht Prozent finanzieren beweist sie damit nur, dass sie vor den wirtschaftlichen Realitäten die Augen verschließt. Allein die geforderte Mindestanhebung von 175 EUR bedeutet in den untersten Lohngruppen ein Erhöhungsvolumen in der Spitze von über 12,2%. Mit dieser Forderung weckt die Gewerkschaft Erwartungen bei ihren Mitgliedern, die in den Betrieben nicht erfüllt werden können. Wir erleben zurzeit die schwerste Wirtschaftskrise seit Bestehen der Republik. Unsere Firmen müssen wirtschaftliche Einschnitte erdulden, wie sie diese bisher noch nie erlebt haben.

Ver.di belastet mit dieser Forderung die Verhandlungsrunde erheblich. Die arbeitgeberseitige Tarifkommission wird überlegen müssen, ob Verhandlungen im April überhaupt sinnvoll erscheinen. Auf der Basis einer solchen Forderung erscheint es unwahrscheinlich überhaupt eine tragfähige Lösung zu finden.

Ansprechpartner für Journalisten:
Michael Grütering, 0211.6690811

Hinweis: Diese Pressemitteilung gibt’s zum Download auch im Netz unter www.unternehmerschaft.de. Bitte in die Suchmaschine oben rechts den Webcode DA-00127 eingeben oder bis 16:00 Uhr anrufen unter 0211.6690813.



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