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Zum Stifterkongress 2007

Alle Informationen zum Stifterkongress finden Sie in der Navigation links.

>> Schirmherr 2007:

Innenminister Dr. Wolf

Dr. Ingo Wolf
Innenminister des Landes NRW

Programm Stifterkongress

>> Sonderveröffentlichung "Stiftungen" in der Rheinischen Post vom 26. Oktober 2007
bitte hier klicken!

Nachlese 2007:

"Stiften - oder stiften gehen": Unter diesem Motto ging soeben der diesjährige Stifterkongress 2007 im Industrie-Club zu Ende. 250 Vertreter aus Stiftungen, Vereinen und gemeinnützigen Organisationen diskutierten die neuen Rolle von Stiftungen und Staat nach der Stiftungsreform. Der Impuls kam von einem der bekanntesten Stiftungsrechtler Deutschlands, Professor Rainer Hüttemann, der das Thema aus verschiedenen Perspektiven heraus aufgriff. So thematisierte er u.a. die gesellschaftspoltische, die zivil- und steuerrechtliche sowie die europäische Sicht und gab einen tagesaktuellen Überblick über das heutige Stiftungswesen. Hüttemanns Fazit: Welche Rolle gemeinnützige Einrichtungen in Deutschland künftig spielen werden, hänge auch vom gesellschaftlichen Klima ab. Auch hier gälte es, die richtige Mitte von Kontrolle und Unterstützung zu finden, schloss Hüttemann.

Im zweiten Teil des Kongresses ging es in einem Gespräch mit Professorin Rita Süssmuth und Professorin Dagmar Schipanski um die Menschen, die hinter Stiftungsideen und Stiftungen stecken. Im Gespräch ging es vor allem um Einblicke und Hintergründe. Dabei vertrat Rita Süssmuth den Düsseldorfer Verein buddy - ein Projekt der Vodafone Stiftung. Für jede Schule erarbeiten speziell ausgebildete Buddy-Trainer gemeinsam mit den Lehrern schulspezifische Praxisprojekte. Darin übernehmen Schülerinnen und Schüler etwa Patenschaften für jüngere Mitschüler, helfen anderen beim Lernen, setzen sich als Streitschlichter ein oder engagieren sich in Kindergärten oder Seniorenheimen. Am Buddy-Projekt nehmen demnach bundesweit mehr als 800 Schulen mit 400.000 Schülern teil. Süssmuth forderte, dass vernetzes kognitives, soziales und emotionales Lernen als Standard in deutschen Schulen Eingang in die Lehrpläne finden sollte.

Dagmar Schipanski erläuterte als Präsidentin der Deutschen Krebshilfe die Aufgaben und Funktionsweise dieser Organisation und ihrer beiden Stiftungen. Jedes Jahr erkranken in Deutschland über 420.000 Menschen, davon 1.800 Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren, neu an Krebs. Den Betroffenen und ihren Angehörigen zu helfen, ist das wichtigste Anliegen der Deutschen Krebshilfe. Nach dem Motto „Helfen. Forschen. Informieren.“ fördert die Organisation Projekte zur Verbesserung der Prävention, Früherkennung, Diagnose, Therapie, medizinischen Nachsorge und psychosozialen Versorgung einschließlich der Krebs-Selbsthilfe. Die Deutsche Krebshilfe informiert die Bevölkerung über das Thema Krebs und die Möglichkeiten, Krebs zu vermeiden (Prävention) und früh zu erkennen. Sie versteht sich als Anwalt der Krebs-Patienten und setzt sich auf allen Ebenen der Medizin und der Gesundheitspolitik dafür ein, dass krebskranke Menschen in Deutschland optimal versorgt werden.

In einer kurzweiligen Abschlussdiskussion wurden die Höhepunkte des Tages zusammengefasst, illustriert und mit weiteren Hintergrundinformationen angefüttert. Dabei "mischten" sich natürlich auch die Betroffenen, Stiftungsvertreter und die Stiftungsaufsicht, ins Geschehen ein und stellten ihre Sicht der Dinge da. Was wird aus der Stiftungsaufsicht nach der Reform? Ist die Finanzverwaltung nicht genug Kontrolle? Umgehen Stiftungen als Treuhandstiftung oder "GmbH" nicht schon heute die Stiftungsaufsicht? Und: Wieviel Kontrolle und wieviel Verantwortung braucht der Staat, brauchen die Stiftungen? Drei Stunden später gingen Kongress und Debatten mit einem gemeinschaftlichen Zusammensein erfolgreich zu Ende.

Nachlese: zur Fotonachlese gehts direkt hier!



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